Naturhistorisches Museum: 7 Millionen Franken teurer
Die Basler Regierung begründet die zusätzlichen Ausgaben mit den Klimazielen, den Behindertengesetzen und dem Doppelbetrieb.
Das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv wechseln aus ihren Innenstadt-Gebäuden in den Neubau im St. Johann-Quartier. Der Grosse Rat bewilligte im Januar 2019 rund 32 Millionen Franken für die Betriebseinrichtungen und die Ausstattung des Neubaus. Aber nun hat die Regierung zusätzliche sieben Millionen für die Ausstattung und den zeitweiligen Parallelbetrieb bewilligt. Die Ausgabenbewilligung für das Gesamtprojekt inklusive Baukosten Neubau liegt damit neu bei 222.5 Millionen Franken.
Die Ausstattung werde teurer, weil neue gesetzliche Grundlagen zu Nachhaltigkeit und Inklusion in Kraft getreten seien: Die kantonalen Klimaziele und das Behindertenrechtegesetz, das 2019 eine Anpassung des Museumsgesetzes nach sich zog.
So sollen etwa für Menschen mit einer Sehbehinderung ertastbare Bodenleitsysteme, Beschriftungen in Braille und ertastbare Objekte angeboten werden. Der Regierungsrat hat eine Erhöhung der Ausgabenbewilligung für die Ausstattung um rund 4 Millionen Franken auf rund 36 Millionen Franken bewilligt.
Mehrkosten wegen Doppelbetrieb
Der Betrieb und der Bau überschneiden sich und werden doppelt in den bisherigen und im neuen Gebäude geführt. Daher hat der Regierungsrat für den mehrjährigen Parallelbetrieb und der längeren Gesamtprojektdauer eine Erhöhung der Betriebsführungskosten um rund 3 Millionen auf rund 17.7 Millionen Franken bewilligt.
Aktuell werden die Umgebungsarbeiten des Neubaus abgeschlossen. Für das Publikum wird das Staatsarchiv voraussichtlich Mitte 2028 eröffnet, das Naturhistorische Museum Basel Mitte 2029, heisst es in der Mitteilung.
Während im Hintergrund ab Februar 2027 die Umzüge durchgeführt und im Neubau die neuen Ausstellungen aufgebaut werden, hält das Naturhistorische Museum sein Angebot im Berri-Bau in der Augustinergasse unverändert aufrecht. Ende 2028 wird das Museum im Berri-Bau seine Tore schliessen und bereits wenige Monate später, Mitte 2029, im Neubau eröffnen.
Das Staatsarchiv bezieht den Neubau etappiert. Eine vorübergehende Schliessung ist nur in der ersten Umzugsphase im Winterhalbjahr 2027/2028 vorgesehen. Während dieser begrenzten Übergangsphase bleibe der Zugang für Öffentlichkeit und Verwaltung über digitale Angebote sichergestellt.
Teuerung: 30 Millionen Franken
Zusätzlich bestätigt der Regierungsrat, dass auch die Teuerung angerechnet werden darf. Für den Bau und die Ausstattung bis zum Abschluss der Arbeiten wird diese laut Medienmitteilung auf rund 30 Millionen Franken geschätzt. Solche Preisanpassungen seien bei Bauprojekten dieser Grössenordnung üblich und gesetzlich erlaubt, so der Regierungsrat mit. (cb)
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