«Seilschaften statt Hellebarden»: Handelskammer-Präsidentin bricht Lanze für Kooperation
An der Generalversammlung zum 150-Jahre-Jubiläum des Wirtschaftsverbands forderte Elisabeth Schneider-Schneiter im Beisein von Bundesrat Martin Pfister stärkere internationale Zusammenarbeit.
Die diesjährige Generalversammlung der Handelskammer beider Basel (HKBB) stand im Zeichen des 150-jährigen Verbandsjubiläums. Als prominenten Gast konnte Präsidentin Elisabeth Schneider-Schneiter Bundesrat und Verteidigungsminister Martin Pfister begrüssen.
Bei den Reden vor 900 Gästen im Congress Center wurde die Bedeutung von Sicherheit, Zusammenarbeit und Allianzen in den Mittelpunkt gestellt. Elisabeth Schneider-Schneiter verglich das aktuelle politische und wirtschaftliche Umfeld mit «hohen Bergen»: unübersichtlich, instabil und riskant. Angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise, fragiler Lieferketten und sinkender Margen brauche die Wirtschaft vor allem Sicherheit.
Schneider-Schneiter warnte mit Blick auf die bevorstehende Abstimmung zur Nachhaltigkeits-Initiative der SVP vor politischen Forderungen, die auf «Abschottung und Begrenzung» setzten. «Statt Hellebarden brauchen wir Seilschaften – mit anderen Unternehmen, Menschen und Nationen», hielt sie fest.
Bundesrat Martin Pfister tat derweil, was in Basel immer gut ankommt: er bezeichnete die Stadt am Rheinknie als Ort, wo sich die Schweiz und die Welt berührten. Der Rheinhafen spiele hierbei eine überragende Rolle, auch im Zusammenhang mit der Entstehung des Life-Science-Clusters. In globaler Perspektive beobachtet der VBS-Chef aktuelle geopolitische Brüche, welche eine «sicherheitspolitische Zäsur» markierten.
HKBB-Direktor Martin Dätwyler erinnerte daran, dass sich die Handelskammer seit ihrer Gründung für gute Rahmenbedingungen eingesetzt habe – von Infrastrukturprojekten wie der Gotthardbahn und den Rheinhäfen über Freihandel und Bildung bis hin zur Förderung von Innovationen.
Heute engagiere sich die Handelskammer weiterhin für Freihandelsabkommen, den bilateralen Weg mit der EU, den Ausbau der Regio-S-Bahn, die Berufsbildung sowie tiefere Einkommenssteuern in beiden Basel. Schneider-Schneiter betonte zum Abschluss, die vor 150 Jahren geknüpfte «Seilschaft» bleibe auch künftig Auftrag und Leitbild der Organisation: «Jetzt erst recht!» (ck)
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