Rekordhitze: Knapp 300 Sanitätseinsätze am Wochenende
Die Sanität ist rund 50 Prozent häufiger als üblich ausgerückt.

Die aussergewöhnliche Hitzewelle hat die Sanität der Rettung Basel-Stadt am Wochenende stark gefordert. Bei Temperaturen von bis zu 39 Grad rückte sie deutlich häufiger aus als üblich. Am meisten Einsätze verzeichnete die Sanität am Samstag mit 114 Einsätzen. Am Freitag waren es 99, am Sonntag bis 16.30 Uhr deren 72.
Damit lag das Einsatzaufkommen an allen drei Tagen mehr als 50 Prozent über dem Tagesdurchschnitt, bilanziert die Kantonspolizei Basel-Stadt in einer Medienmitteilung am Sonntagabend.
Um die hohe Belastung zu bewältigen, wurden am Tag drei zusätzliche und nachts zwei Teams eingeplant. Weil das Einsatzaufkommen insbesondere am Samstag- und Sonntagmittag dennoch aussergewöhnlich hoch war, mussten weitere Einsatzkräfte aus der Freizeit aufgeboten werden. «Diese unterstützten die bereits im Einsatz stehenden Einsatzkräfte und ermöglichten ihnen, die dringend benötigten Pausen einzulegen», heisst es. Auch die Sanitätsnotrufzentrale beider Basel wurde personell verstärkt.
Als Gründe für die hohe Zahl an Einsätzen nennt die Polizei Basel-Stadt neben der anhaltenden Hitze auch das Eidgenössische Jodlerfest sowie weitere Veranstaltungen. Besonders häufig rückten die Einsatzkräfte wegen Kreislaufproblemen, Hitzeerschöpfung, Herzbeschwerden und Stürzen aus. (ila)
Hinweise der Polizei
Die Sanität Basel-Stadt ruft die Bevölkerung dazu auf, bei hohen Temperaturen besonders vorsichtig zu sein. Wichtig sind ausreichendes Trinken, das Meiden körperlicher Anstrengung während der heissesten Tageszeit, regelmässige Pausen im Schatten oder in kühlen Räumen sowie besondere Aufmerksamkeit gegenüber älteren Menschen, Kindern und Personen mit Vorerkrankungen.
Warnzeichen für hitzebedingte medizinische Probleme können sich äussern durch:
- Schwindel
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- starke Erschöpfung
- Verwirrtheit
- trockene Haut
- plötzliches Zusammenbrechen
Bei schweren Symptomen oder Bewusstseinsstörungen ist umgehend der Notruf 144 zu alarmieren.
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