Basler Polizei: Ausbildung wieder deutlich höher im Kurs
49 angehende Polizistinnen und Polizisten starten im laufenden Jahr ihre Ausbildung bei der Kantonspolizei – der höchste Rekrutierungswert seit 2012.

Seit Jahren vermeldet die Kantonspolizei Basel-Stadt einen erheblichen Unterbestand im Korps – zuletzt um 120 Vollzeitstellen. Dabei hat die Polizei mit Abgängen und pensionsbedingten Austritten zu kämpfen.
Nun ein Lichtblick: Wie die Medienstelle mitteilt, starten im Jahr 2026 insgesamt 49 angehende Polizistinnen und Polizisten ihre Ausbildung. Das sei der höchste bekannte Rekrutierungswert seit mindestens 2012. Für den ersten Polizeilehrgang 2026 wurden zwei Polizistinnen und 17 Polizisten rekrutiert. Im zweiten Lehrgang beginnen neun Polizistinnen und 21 Polizisten ihre Ausbildung.
Auch die Rekrutierung für die Ausbildung zur Sicherheitsassistentin beziehungsweise zum Sicherheitsassistenten entwickle sich erfreulich, heisst es. Für den ersten Lehrgang konnten drei Sicherheitsassistentinnen und vier Sicherheitsassistenten gewonnen werden. Im zweiten Lehrgang beginnen drei Sicherheitsassistentinnen und sieben Sicherheitsassistenten ihre Ausbildung.
Die positiven Zahlen im Bereich Ausbildung ändern zunächst nichts an den Bestandesproblemen, wie die Medienstelle auf Anfrage von Prime News präzisiert. Denn Polizistinnen und Polizisten sowie Sicherheitsassistentinnen und Sicherheitsassistenten in Ausbildung zählen nicht zum Korps. Erst nach Abschluss der Ausbildung und dem allfälligen Übertritt ins Polizeikorps werden sie dem Bestand zugerechnet.
Polizei willl nicht mehr von Unterbestand sprechen
Wie sieht es denn aktuell, im Sommer 2026, mit dem Bestand aus? Wie die Medienstelle auf Anfrage mitteilt, spricht die Kantonspolizei nicht mehr von einem Unterbestand.
Stattdessen: Die Obergrenze der mit dem Budget 2026 bewilligten Vollzeitäquivalente (FTE) stellen für die Kapo beträgt 938 Stellen. Der aktuelle, massgebliche Bestand der Kantonspolizei Basel-Stadt beträgt rund 800 FTE. Heisst: eine Differenz von 138 FTE.
Die bewilligte Obergrenze sei jedoch «keine objektivierbare Zahl», sondern gebe lediglich den Rahmen vor, den die Kantonspolizei «ausnutzen könnte». Wenn der Bestand weiterhin gesteigert werden könne, so werde der Kantonspolizei die Möglichkeit gegeben, «ihre aktuellen Aufgaben und eventuell weitere noch besser zu erfüllen».
Die Obergrenze sei also «noch nicht ausgereizt», heisst es auf Anfrage.
Verbesserungen bei der Rekrutierung
Die positiven Rekrutierungszahlen zeigten jedoch, dass die «zielgruppenspezifischen Informations- und Rekrutierungsangebote» Wirkung zeigten. Punkten will man weiterhin mit «flexiblen und niederschwelligen Angeboten». Damit liessen sich neue Zielgruppen ansprechen.
Dazu gehört etwa die Möglichkeit, die Sportprüfung unverbindlich im Übungsmodus zu absolvieren. Zudem werden Informationsveranstaltungen an Wochenenden sowie speziell auf Frauen ausgerichtete Informationsanlässe angeboten. (cb)
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