Bis 2050 dürften in Basel-Stadt etwa 232’000 Personen leben
Gemäss den Prognosen wächst die Kantonsbevölkerung um rund 22’100 Personen an. Treibender Faktor ist die Zuwanderung.
Das Statistische Amt des Kantons Basel-Stadt berechnet regelmässig, wie sich die Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten entwickeln dürfte. Gemäss dem mittleren Szenario leben in 25 Jahren rund 232’000 Menschen am Rheinknie – also 22’100 Personen mehr als heute. Das entspricht einem Wachstum von 10,5 Prozent.
Grundlage der Prognose ist die Annahme, dass der Stadtkanton als Wohn- und Arbeitsort weiterhin attraktiv bleibt und ein grosser Teil der geplanten Wohnbauprojekte auf den Entwicklungsarealen bis dahin realisiert wird.
Besonders stark soll die Bevölkerung im Kleinbasel wachsen: Dort rechnet das Amt mit rund 11’250 zusätzlichen Einwohnern. In Grossbasel Ost dürften weitere 5’700 Personen hinzukommen.
Zuwanderung als treibender Faktor
Als grössten Wachstumsmotor nennt das Statistische Amt die internationale Zuwanderung. Dafür berücksichtigt es sowohl Umzüge innerhalb der Schweiz als auch Ein- und Auswanderungen aus dem Ausland.
Innerhalb der Schweiz erwartet das Amt weiterhin einen negativen Wanderungssaldo. Das bedeutet: Mehr Menschen ziehen von Basel-Stadt in andere Kantone weg, als aus anderen Kantonen zuziehen. Die internationale Zuwanderung gleicht dies jedoch mehr als aus.
Unter dem Strich wächst die Bevölkerung im mittleren Szenario jährlich um bis zu 1’300 Personen.
Im tiefen Szenario würde die Bevölkerung schrumpfen
Die Prognose ist naturgemäss mit Unsicherheiten verbunden. Deshalb berechnet das Statistische Amt neben dem mittleren auch ein tiefes und ein hohes Szenario.
Im tiefen Szenario wird von einer geringeren Wohnbautätigkeit und einer rückläufigen internationalen Zuwanderung ausgegangen. In diesem Fall würde die Basler Bevölkerung bis 2050 auf rund 197’000 Personen schrumpfen – ein Minus von sechs Prozent.
Das hohe Szenario rechnet dagegen mit einer starken Bautätigkeit und anhaltend hoher internationaler Zuwanderung. Dann würde die Bevölkerung um rund 22 Prozent wachsen. Das wären etwa 46’400 Einwohner mehr als heute.
Ausländeranteil liegt bei 39,2 Prozent
Die demografischen Verschiebungen sind auch ein politisch heisses Eisen. Erst am 14. Juni stimmte die Basler Stimmbevölkerung mit satten 73 Prozent gegen die «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative der SVP.
2025 erreichte der Ausländeranteil im Stadtkanton mit 39,2 Prozent den höchsten Stand seit 55 Jahren. In diesem Sommer wurde Basel-Stadt zudem zum ersten Kanton der Schweiz, in dem die Mehrheit der Wohnbevölkerung nicht stimmberechtigt ist. Demokratiepolitisch ist das insofern heikel, als dass eine Minderheit über eine Mehrheit bestimmt. Grund dafür sind der hohe Ausländeranteil sowie die Minderjährigen.
Im kantonalen Vergleich fällt die Alterung der Bevölkerung moderat aus. Künftig kommen auf 100 Personen im Erwerbsalter zwischen 20 und 64 Jahren rund 31 Menschen über 64 Jahre.
Die Zahl der Hochbetagten nimmt derweil weiter zu: Bis 2050 dürfte die Zahl der über 80-Jährigen um rund 3’500 Personen beziehungsweise 26 Prozent steigen. (as)
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