Hackerangriff: Adressdaten bei Dienstleister von IWB entwendet
Rund 40'000 Adressdaten sind betroffen. Die Datenschützerin des Kantons Basel-Stadt schätzt das Risiko eines Daten-Missbrauchs als gering ein.

Kriminelle entwendeten Kundendaten bei einem Cyberangriff auf einen Dienstleister der IWB. Das teilte der Stromanbieter in einer Medienmitteilung am Mittwochmorgen mit.
Gemäss der IWB gehe es um Adressdaten und technische Angaben zu Energiezählern. Persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Energieverbrauchsdaten oder Bankdaten der Kundinnen und Kunden seien nicht betroffen.
Die Datenschützerin des Kantons Basel-Stadt schätzt das Risiko eines Datenmissbrauchs darum als gering ein. Auch Rückschlüsse auf den Energieverbrauch der Kunden seien aufgrund der Daten nicht möglich.
Vom Angriff nicht betroffen, seien die Systeme der IWB selbst. «Die IWB hat umgehend zusätzliche Sicherheitsprüfungen durchgeführt, Zugriffe überprüft und den Datenaustausch mit dem betroffenen Dienstleister vorsorglich eingeschränkt», heisst es in der Mitteilung.
Bei unerwarteter Kontaktaufnahme Vorsicht walten lassen
CEO Claus Schmidt lässt sich wie folgt zitieren: «Wir bedauern den Vorfall bei unserem Dienstleister und haben umgehend zusätzliche Kontrollen eingeführt. Datensicherheit ist uns sehr wichtig. Deshalb haben wir die betroffenen Kundinnen und Kunden offen und transparent informiert.»
Zwar liegen dem Stromanbieter aktuell keine Hinweise vor, dass die betroffenen Daten missbräuchlich verwendet wurden. «Da die Daten jedoch in die Hände Unbefugter gelangt sind, empfehlen die IWB ihren Kunden, bei unerwarteten Kontaktaufnahmen generell Vorsicht walten zu lassen. Dies gilt insbesondere, wenn unter Bezug auf die Adresse oder den Energiezähler unter Zeitdruck Geld oder persönliche Informationen verlangt werden», heisst es.
Die IWB weist darauf hin, dass sie ihre Kunden nie, weder schriftlich noch mündlich, auffordern, persönliche Daten wie Passwörter oder Zugangsdaten zum IWB-Kundenportal preiszugeben. IWB-Mitarbeitende verlangen an der Haustür kein Geld und bauen keinen Zeitdruck auf. IWB-Mitarbeitende können sich stets mit einem IWB-Personalausweis ausweisen. (ila)
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