14.07.2026 News aus der Region

Zoo Basel: Gorilla-Männchen Mobali nach Ver­letzung getötet

Das Tier wurde von Silber­rücken Yeba im Geni­tal­bereich verletzt, sodass Mobali nicht mehr urinieren konnte. Der Zoo hat den Gorilla nun einge­schläfert.

Das 11-jährige Gorilla-Männchen Mobali wurde heute Dienstag eingeschläfert. Bild: Zoo Basel

Traurige Nachrichten aus dem Zolli: Das 11-jährige Gorilla-Männchen Mobali wurde heute Dienstag eingeschläfert. Das Tier erlitt vor einigen Tagen durch einen Biss von Silberrücken Yeba (14) eine Verletzung im Genitalbereich. Diese erforderte heute eine tierärztliche Untersuchung unter Narkose, wie der Zoo auf Instagram mitteilt. Das Team habe Verletzungen am Penis und an der Harnröhre festgestellt, die verhinderten, dass Mobali normal urinieren konnte.

Dies, so schreibt es der Zolli, machte die Tötung notwendig. 

Spannungen seit der Ankunft des Silber­rückens

Offenbar kam es seit der Ankunft des Silberrückens im Oktober 2025 bereits mehrmals zu Spannungen und «wiederkehrenden Auseinandersetzungen» zwischen Yeba und dem kastrierten Männchen Mobali. 

«Aus der Haltung und Beobachtung von Gorillas in anderen europäischen Zoos ist nicht bekannt, dass eine solche Konstellation grundsätzlich konfliktträchtig ist», schreibt der Zolli. Trotz «intensiver Betreuung» und verschiedener Massnahmen wie Rückzugsmöglichkeiten für Mobali sei es wiederholt zu Konflikten zwischen den beiden Tieren gekommen. 

Silberrücken Yeba stiess im Oktober 2025 zur Gorilla-Gruppe im Basler Zoo. Seither gab es Spannungen mit Mobali. Bild: Zoo Basel

Wie bei allen sozialen Tiergruppen könnten sich Dynamiken entwickeln, die sich trotz sorgfältiger Beobachtung und angepasstem Management nicht vollständig verhindern liessen.

Für das Betreuungsteam der Gorillas sei der Abschied des 11-jährigen Mobali ein schwieriger Moment. Über viele Jahre standen sie fast täglich mit ihm in engem Kontakt.

Neues Jungtier kam am Samstag zur Welt

Gleichzeitig kann der Tiergarten auch Erfreuliches aus dem Affenhaus berichten: Am Samstag, 11. Juli, kam bei den Gorillas ein Jungtier zur Welt. Für die Mutter Joas (37) ist es bereits der fünfte Nachwuchs. 

Das Geschlecht sei noch nicht bestimmt.  Joas halte es, wie es bei Gorillas üblich, die ganze Zeit eng am Körper. Der Zolli informiere weitere Details, sobald diese bekannt seien. (as)

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