«Selbstbedienungsbuffet»: Arbeitgeberverband kritisert geforderte Lohnabzüge
An der Generalversammlung thematisierte Präsident Beat Hauenstein die Lohnkosten. Als Gastredner trat Helvetia Schweiz-CEO Martin Jara auf.
«Manchmal habe ich den Eindruck, die Schweizer Wirtschaft werde von gewissen Kreisen als eine Mischung aus Geldautomaten, Selbstbedienungsbuffet und Perpetuum mobile betrachtet», kritisierte Arbeitgeberverband Region Basel-Präsident Beat Hauenstein am Donnerstag vor 400 geladenen Gästen im Wenkenhof in Riehen.
Der Wirtschaftsverband stellte an seiner Generalversammlung die Entwicklung der Lohnkosten in den Mittelpunkt. Die ständigen Forderungen aus der Politik nach neuen Lohnabgaben seien problematisch. «Erstaunlich dabei: Oft sind dieselben politischen Kräfte, die höhere Löhne fordern, auch die Ersten, die neue Abzüge verlangen. Die sind weniger direkt spürbar, keine offensichtlichen Steuererhöhungen, also kann man sie einfach am Volk vorbei erhöhen.»
Hauenstein thematisierte auch den demografischen Trend und die Frage der Rentenfinanzierung. Einerseits seien die Firmen gefordert, ältere Menschen im Arbeitsmarkt zu halten. Andererseits müsse es in einer verantwortungsbewussten Gesellschaft aber auch möglich sein, «wenigstens darüber sprechen dürfen, ob auch die Lebensarbeitszeit angepasst werden soll.»
Als Gastredner trat Helvetia Schweiz-CEO Martin Jara auf. In seiner Ansprache kam er ebenfalls auf die Altersvorsorge zu sprechen. «Am Ende verfolgen wir alle dasselbe Ziel: Den Menschen in unserem Land langfristig und über das Ende des Berufslebens hinaus Sicherheit zu garantieren und damit Perspektiven im Alter zu geben. Die Altersvorsorge ist zu wichtig, um sie parteipolitischen Taktiken oder ideologischen Grabenkämpfen zu überlassen», so Jara.
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