Tiefstand im Rhein: St. Alban-Fähre stellt Betrieb ein
Am Sonntag konnten alle vier Fähren während rund 15 Minuten nicht fahren – eine ist besonders betroffen. Wenn die Zugkraft im Fluss fehlt, fehlt die Transportkraft.

Heute Montag wurde der Betrieb der St. Alban-Fähre eingestellt. Die Gefahr bestehe, dass sie unter diesen Bedingungen nicht mehr über den Rhein oder ans andere Ufer komme, sagt Dieter Bühler, Präsident der Stiftung Basler Fähren, in einem Bericht der BaZ. Konkret: Der tiefe Wasserstand führt zu einer geringen Abflussmenge und zu einer geringen Zugkraft, die die Fähren vorantreiben.
Die St. Alban-Fähre sei durch ihre Lage stark den Ost- und Westwinden ausgesetzt. Bei starkem Wind könne es sogar vorkommen, dass sie rheinaufwärts fährt und nicht mehr ans Ufer kommt. Aus diesem Grund bleibe die Fähre wahrscheinlich die ganze Woche ausser Betrieb, so Bühler.
Am Sonntag konnten alle vier Fähren während rund 15 Minuten nicht fahren. Am Stärksten sei jedoch die «Wild Maa»-Fähre betroffen. Die Situation sei nicht neu, «doch sie tritt wegen des Klimawandels viel häufiger auf als früher», erläutert Bühler.
Ende Juli berichtete Prime News bereits über die Probleme mit dem tiefen Wasserstand: Die Güterschifffahrt Basel-Rotterdam wurde nahezu eingestellt.
Mitte Juli lag die Abflussmenge bei der Messstation Rheinhalle 522 m3/s. Zum Vergleich: Für alle Julis von 1891 bis 2020 lag der Mittelwert bei 1292 m3/s, wie die bz festhielt. (cb)
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