Zwei weitere Personen an Legionellen erkrankt
Trotz der neuen Fälle geben die Behörden Entwarnung: Das Gesundheitsdepartement erachte die grösste Gefahr im Moment als gebannt.
Wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt (GD) am Freitag mitteilt, sind zwei weitere Personen an Legionellen erkrankt. Damit sind insgesamt 28 Krankheitsfälle nachgewiesen. Von den 28 Erkrankten seien 26 Personen hospitalisiert worden. Aktuell befänden sich noch drei Personen in Spitalpflege.
Gemäss GD sei bei insgesamt sieben dieser 28 Erkrankten eine Behandlung auf der Intensivstation notwendig gewesen. Aktuell benötige keine Person mehr Intensivpflege. Eine Person ist an der Legionärskrankheit verstorben.
Da die Inkubationszeit bis zu zehn Tage betragen könne, könnten neue Krankheitsfälle nicht ausgeschlossen werden. Die Inkubationszeit bezeichnet die Zeitspanne zwischen der Ansteckung mit einem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome.
Behörden entwarnen
Trotz der zwei Neuansteckungen erachte das Gesundheitsdepartement «die grösste Gefahr im Moment als gebannt». Zu diesem Schluss kommt die Behörde aufgrund der Abschaltung von Kühltürmen auf dem Manor-Warenhaus. Diese seien eine «Quelle mit sehr hoher Bakterienlast» gewesen, die zum Verteilungsmuster der meisten Erkrankungen passe.
Weiter stützt sich das GD bei der Einschätzung der Gefahrenlage auf Messungen des Kantonalen Laboratoriums in den Wohnungen der Erkrankten. Dort entnommene Wasserproben zeigten, dass die Zahl und Art der gemessenen Legionellen nicht als Ansteckungsquelle infrage kämen. Sie seien nicht «gesundheitsgefährdend».
Das Kantonslabor, so heisst es im Communiqué weiter, arbeitet daran, weitere Kühltürme in den Quartieren zu identifizieren und auf Legionellen zu prüfen.
Webseite mit Informationen
Das GD musste am vergangenen Montag über einen Todesfall sowie 25 weitere Erkrankte wegen der Legionellen informieren (Prime News berichtete). In der Zwischenzeit hat die Staatsanwaltschaft wegen des Todesfalls ein Verfahren eröffnet (lesen Sie hier).
Bei der Legionärskrankheit handelt es sich um Lungenentzündungen, die durch das Bakterium Legionella pneumophila verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt über das Einatmen von zerstäubten Wassertropfen, die Legionellen enthalten. Die Krankheit wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Für gesunde Personen sei das Risiko einer Erkrankung gemäss GD insgesamt gering.
Das Gesundheitsdepartement hat schliesslich eine Webseite eingerichtet mit Informationen und den häufigsten Fragen und Antworten: www.bs.ch/legionellen (mar)
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