18 Millionen Franken für neue Kunstrasenfelder in Basel
Sechs neue Felder auf bestehenden Sportanlagen sollen realisiert werden. Besonders in den Wintermonaten fehlt es an Infrastruktur.
Fehlende Sporthallen und zu wenige Trainingsflächen sind in Basel-Stadt seit Jahren ein Thema. Und die Nachfrage nach solchen Flächen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Jetzt reagiert die Regierung auf die Kritik und beantragt beim Grossen Rat 18 Millionen Franken für die Erstellung von sechs neuen Kunstrasenfeldern auf bestehenden Sportanlagen.
Damit sollen die Kapazitäten für den Breitenfussball erhöht und wetterbedingte Einschränkungen insbesondere in den Wintermonaten reduziert werden, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Die Strategische Sportanlagenplanung stuft zusätzliche Kunstrasenfelder entsprechend als besonders dringlich ein.
50 bestehende Felder reichen nicht aus
Der Kanton betreibt heute in Basel und in den Nachbargemeinden rund 50 Fussballfelder, darunter sieben bestehende meisterschaftstaugliche Kunstrasenfelder. Zusätzlich werden im Winter auf grossen Sportanlagen kleine mobile Kunstrasenfelder verlegt, um die Nutzungsmöglichkeiten temporär zu erhöhen.
Aufgrund des starken Wachstums im Breitenfussball mit steigenden Mitgliederzahlen in den Vereinen reiche die bestehende Infrastruktur jedoch nicht mehr aus. Insbesondere im Winter werden wegen tiefer Temperaturen und nasser Witterung regelmässig Felder gesperrt, um den Rasen zu schonen.
Trainings müssen verschoben oder abgesagt werden. Zudem fehlen Kapazitäten, um neue Spielerinnen und Spieler aufzunehmen.
Mehr Kapazitäten für Frauen und Mädchen
Anders als Naturrasen können Kunstrasen ganzjährig bespielt werden. Gleichzeitig sollen Bewässerungs- und Beleuchtungsanlagen der sechs Felder angepasst werden. Moderne und energieeffiziente LED-Beleuchtungen sollen einen flexibleren Spiel- und Trainingsbetrieb in den Abendstunden ermöglichen.
Die neuen Trainingsmöglichkeiten im Freien entlasten auch die Sporthallen, die in den Wintermonaten unter anderem durch Fussballtrainings stark ausgelastet sind.
Ebenfalls kommt die Regierung damit einer geforderten Massnahme in der Folge der Frauenfussball-EM von 2025 nach: Die Fussballinfrastruktur soll bedarfsgerecht ausgebaut werden, um auch mehr Kapazitäten für den Frauen- und Mädchenfussball zu schaffen.
Auf diesen Anlagen sollen die Felder verlegt werden
Konkret soll in einer ersten Phase auf den Sportanlagen Rankhof, Schützenmatte, St. Jakob und Bachgraben je ein zusätzliches Kunstrasenfeld erstellt werden, anschliessend auf den Anlagen Pfaffenholz und Schorenmatte.
Ab dem Zeitpunkt der Ausgabenbewilligung sei für die Umsetzung mit einer Projektierungs- und Bauzeit von drei bis vier Jahren auszugehen.
Zudem wurde in der Machbarkeitsstudie auch der Standort Bäumlihof geprüft. Die Umsetzung soll dort gemeinsam mit dem Projekt für ein entsprechendes Garderobengebäude erfolgen. Die Ausgaben werden für diesen Standort daher in einem separaten Ratschlag beantragt. (as)
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