Slavisa Jokanovic wird neuer FCB-Cheftrainer
Der serbisch-spanische Doppelbürger hat bis Ende der Saison unterschrieben. Der bisherige Assistenztrainer und aktuelle Interimstrainer Luigi Nocentini verlässt den Club.

Vor gut zwei Wochen hat der FC Basel den am Schluss glücklosen Stephan Lichtsteiner freigestellt. Ihm folgte interimistisch der bisherige Assistenztrainer und aktuelle Interimstrainer Luigi Nocentini. Heute Freitag gab der Club den neuen Cheftrainer bekannt: Slavisa Jokanovic wird bis zum Ende der Saison verpflichtet.
Wie aus der Medienmitteilung hervorgeht, war der 58-jährige serbisch-spanische Doppelbürger zuletzt beim Al-Nasr SC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Zu den Stationen seiner Trainerkarriere zählen unter anderem der FC Watford, der Maccabi Tel Aviv FC und der Fulham FC.
Und der bisherige Assistenztrainer Luigi Nocentini verlässt den Club, so der FC Basel 1893. Der 37-jährige Italiener verfüge nicht über die erforderlichen Trainerlizenzen und deshalb sei er für die Nachfolge auf der Position des Cheftrainers nicht infrage gekommen.
Zwei Teams aus der Krise geholt
Slavisa Jokanovic eile der Ruf voraus, Mannschaften auch in schwierigen Situationen «rasch stabilisieren und erfolgreich weiterentwickeln» zu können, heisst es im Communiqué. Der Mann wird als krisenerprobt vorgestellt.
In der Saison 2014/15 übernahm er den FC Watford während der laufenden Spielzeit, führte das Team «mit attraktivem Offensiv-Fussball» zum Aufstieg in die Premier League. Auch beim Fulham FC habe er 2015/16 zunächst den Klassenerhalt gesichert. In der Folgesaison gelang schliesslich der den Aufstieg in die Premier League.
Als Spieler stand Jokanovic unter anderem für Deportivo La Coruña oder den FC Chelsea unter Vertrag. Der FCB lernte die Schlagkraft des Mannes bereits kennen: Als Cheftrainer von Maccabi Tel Aviv setzte er sich in der Saison 2015/16 in den Play-offs zur UEFA Champions League gegen Rotblau durch und qualifizierte sich somit für die Gruppenphase.
Jokanovic: «Kader hat enormes Potenzial»
Slavisa Jokanovic wird wie folgt zu seinem neuen Club zitiert: «Der FC Basel ist eine Top-Adresse im internationalen Fussball.» Die aktuelle Situation stelle «eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung» dar. Das vorhandene Kader verfüge «über enormes Potenzial». Es könne bessere Leistungen zeigen, als dies zuletzt der Fall war. Nun gelte es, gemeinsam mit dem Staff an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
Der technische Direktor Andreas Herrmann lobt Jokanovics Pragmatismus und seine Fähigkeit, seinen offensiv ausgerichteten Spielstil innert kurzer Zeit zu vermitteln. Im Evaluationsprozess habe er die Herausforderungen «unserer aktuellen Situation sofort erkannt».
Neben Jokanovic stossen auch Jovan Damjanovic und Goran Vukovic als Assistenztrainer zum FC Basel 1893. Zudem ergänzt Aleksandar Jankovic das bestehende Athletikteam. (cb)
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