Adil Koller will in den Baselbieter Regierungsrat
Der SP-Fraktionschef im Landrat wurde als zweiter Top-Kandidat für die Sozialdemokraten gehandelt. Jetzt macht er es amtlich.
Jetzt ist es offiziell: Adil Koller will an den Gesamterneuerungswahlen im April 2027 für den Baselbieter Regierungsrat kandidieren. Der 33-jährige Fraktionschef der Sozialdemokraten im Landrat gilt als äusserst beliebt, auch über die Parteigrenzen hinweg wird er geschätzt.
Nur wenige Minuten nach der Rücktrittsankündigung von Anton Lauber (Mitte) hatte die SP verkündet, neben Kathrin Schweizer mit einer zweiten Kandidatur ins Regierungsrennen gehen zu wollen. Koller wurde dabei von Politbeobachtern stets als Favorit gehandelt. Jetzt bestätigt er seine Ambitionen in einer knapp gehaltenen Mitteilung:
«Mit ganzer Kraft will ich mich für die Baselbieter Bevölkerung einsetzen, deshalb bewerbe ich mich bei der SP Baselland um die Nomination für den Regierungsrat. Heute Morgen habe ich das unserer Parteipräsidentin mitgeteilt.»
Ihren Hut ebenfalls in den Ring geworfen hat die Liestaler Stadträtin Pascale Meschberger. Das berichtet die bz Basel. Es kommt also zu einer Kampfwahl in der Partei. Die Delegierten der SP Baselland entscheiden am 4. November über ihre Nomination.
Zahlreiche Kandidaturen nach Lauber-Rücktritt
Selbstredend buhlen auch die weiteren Parteien um den Regierungssitz von Lauber. Obwohl es sich um Gesamterneuerungswahlen handelt, bedeutet die Vakanz Chancen für alle.
Die Grünen gaben diese Woche bekannt, dass sie mit der Waldenburger Gemeindepräsidentin Andrea Sulzer (55) ins Rennen gehen – und ihren verloren gegangenen Regierungssitz von Isaac Reber zurückerobern wollen. Die Mitte hingegen will ihren Sitz verteidigen. Die Partei schlägt Simon Oberbeck, Piero Grumelli oder Remo Oser als Kandidaten vor. Wer am Ende tatsächlich ins Rennen steigt, ist noch unklar.
Möglich wäre, wie bei der SP, eine Doppelkandidatur. Eine solche plant auch die FDP, die neben ihrem amtierenden Regierungsrat Markus Eigenmann vorzugsweise eine Frau ins Rennen um einen weiteren Exekutivsitz schicken will. Und auch die SVP liebäugelt mit einem Zweierticket.
Auch die GLP will bei den Wahlen mitmischen. Parteipräsident Thomas Tribelhorn hat Ambitionen auf das Amt. Und die EVP ist mit ihrem Regierungsrat Thomi Jourdan vertreten. Das Kandidatenfeld dürfte ziemlich gross ausfallen.
Für die Wahlen im April heisst es also: alle gegen alle.
Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
Angebote
Basel erleben mit dem StadtBonBasel
Willkommen zum grössten Einkaufsvergnügen der Region. Der StadtBonBasel wird in allen guten Geschäften, Kultur- und Gastrobetrieben der Erlebnisstadt Basel gerne als Zahlungsmittel angenommen.
Basel erleben mit dem StadtBonBasel
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
1 Kommentar