Christine Frey will für FDP Baselland in Wahlkampf steigen
Die FDP könnte für den Regierungsrat auf zwei Kandidaturen setzen. Neben dem amtierenden Bildungsdirektor Markus Eigenmann geht die Münchensteiner Landrätin ins Rennen.
Die FDP Baselland will bei den Regierungsratswahlen vom 11. April 2027 mit einer Doppelkandidatur antreten. Neben dem amtierenden Regierungsrat Markus Eigenmann soll auch Landrätin Christine Frey kandidieren. Wie die Baselbieter FDP schreibt, beantragt die Parteileitung dem Parteitag vom 22. Oktober die Nomination der beiden.
Oberste Priorität habe die Verteidigung des Regierungssitzes von Bildungsdirektor Markus Eigenmann, der sein Amt im Januar 2026 angetreten hat. Mit der zusätzlichen Kandidatur von Christine Frey wolle die Partei gleichzeitig das angestrebte Vierer-Ticket der Bürgerlichen Allianz stärken und zum Erhalt der bürgerlichen Regierungsmehrheit beitragen.
Christine Frey sitzt seit 2015 im Landrat und ist als Mitinhaberin und Geschäftsführerin eines KMU tätig. Sie verfügt zudem über langjährige Erfahrung in kantonalen Kommissionen, insbesondere in den Bereichen Bau, Planung, Umwelt und Energie.
Ob Eigenmann und Frey tatsächlich für die FDP ins Rennen steigen, entscheidet der Parteitag am kommenden Donnerstag, 22. Oktober.
Unterstützung von der SVP?
Wie die Basler Zeitung schreibt, hält SVP-Präsident Peter Riebli die Münchensteinerin Frey für eine «gute bürgerliche» Kandidatin. Ihr könnte die SVP die Unterstützung zusagen und in diesem Fall gemäss Riebli «mit grosser Wahrscheinlichkeit» auf eine eigene Kandidatur für den frei werdenden Lauber-Sitz verzichten.
Dieses Szenario könnte im bürgerlichen Lager allerdings die Mitte schwächen, die ihren bisherigen Sitz über die bürgerliche Allianz absichern möchte. Wer für die ehemalige CVP ins Rennen steigt, soll der Parteitag vom kommenden Mittwoch zeigen. Der Basis stehen drei Personen zur Auswahl: Parteipräsident Simon Oberbeck, der Oberdörfer Piero Grumelli und Remo Oser aus Laufen.
Auch bei den Parteien links der Mitte zeichnen sich die Kandidaturen für die Regierungsratswahlen zunehmend ab. Die Grünen haben am Dienstag Andrea Sulzer als Kandidatin vorgestellt. Sie soll den frei werdenden Regierungssitz von Anton Lauber angreifen.
Bei der SP möchte Adil Koller gemeinsam mit der bisherigen Regierungsrätin Kathrin Schweizer antreten. Zwar hat auch Pascale Meschberger Interesse angemeldet, Koller gilt jedoch als Favorit für die Nomination. Die GLP dürfte ebenfalls eine Kandidatur lancieren. Als möglicher Kandidat wird Parteipräsident Thomas Tribelhorn gehandelt. (mar)
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