Melina Schneider zur Fasnacht: «Cortège war ein Frust»
Im Podcast spricht die Trommlerin und Chefredaktorin Kleinbasler Zeitung über ihr Fasnachtserlebnis zwischen Lust und Frust.
Seit bald drei Tagen ist Basel im Ausnahmezustand. Am Donnerstagmorgen geht das grösste Fest der Stadt, die Fasnacht 2025, zu Ende. Zeit für eine Bilanz mit Melina Schneider: Die 25-Jährige trommelt seit 18 Jahren und geht seit 2011 jeweils aktiv an den «drei scheenschte Dääg» auf die Piste.
Den Morgestraich empfand sie als grandios, den Cortège dann aber als frustrierend. Sie hält dem Fasnachts-Comité vor, die Cortège-Strecke viel zu kurz geplant zu haben. Das habe Stockungen und Staus zur Folge gehabt.
«Das eine Mal standen wir etwa eineinhalb Stunden, das kann es nicht sein», so Schneider. Ansonsten hat ihr die Fasnacht 2025 sehr gefallen, die sie sehr kreativ gestaltet empfand – so wie sie es unter der Larve erlebt hat.
Denn den Aktiven entgeht auch sehr viel: «Ich habe noch keinen einzigen Schnitzelbangg gehört. Das hole ich jetzt alles noch nach», lacht die Chefredaktorin der Kleinbasler Zeitung.
Aufgefallen sind auch ihr die schweren und eher dunklen Themen: «Sicher reagierte da die Fasnacht auf die Weltlage». Auch ihre Clique, die Wettstai, wählte ein kritisches Sujet: Femizid, Morde an Frauen.
Der Podcast – man hört es an der akustischen Kulisse – wurde mitten im Trubel aufgenommen: In der Safran Zunft, dem Fasnachts-Domizil der Prime News-Redaktion.
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