«Nach Niederlagen muss ich manchmal einfach schlafen»
Christian von Wartburgs Lebensmotor: Leidenschaft. Verliert der Anwalt vor Gericht, braucht er manchmal einfach eine Pause.
Ein Allrounder, der ohne Leidenschaft nicht kann
Der 57-jährige Christian von Wartburg ist ein Tausendsassa. Seit 2002 ist er Partner in einem Advokatur-Büro, elf Jahre lang war er SP-Grossrat im Kanton Basel-Stadt. Als Präsident leitete er die Geschäftsprüfungskommission und an der Uni Bern ist er seit 2016 Lehrbeauftragter für Betäubungsmittelstrafrecht.
Egal, was er tut – gesellig ist er. So wird er auch von Kolleginnen und Kollegen beschrieben. So hat er nach seinem Rücktritt aus dem Grossen Rat 2023 besonders den Austausch im Alltag vermisst. Diesen hat er sich seither aber wieder «zurückgeholt», wie er im Podcast erzählt.
Nach Feierabend zieht es ihn gerne mal auf den Gempen. Die Freundesgruppe schwingt sich dann aufs Velo, strampelt den Hügel hoch und geniesst oben die Aussicht bei einem lockeren Abendessen.
«Das würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen»
Christian von Wartburg kann aber auch anders. Wenn er nämlich Fälle vor Gericht verliert, muss er manchmal einfach schlafen. Das kann in der Kanzlei sein, aber auch irgendwo in der Natur. Um herunterzukommen.
In seiner Zeit als GPK-Präsident hat er vieles erlebt, besonders geblieben ist ihm aber die parlamentarische Untersuchungskommission zum Biozentrum: «Das würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen», sagt er und beschreibt, wie 13 Laien sich über lange Zeit mit dem Thema Bauen auseinandersetzen mussten.
Ohne Alt-Ständerat Claude Janiak wäre von Wartburg heute wohl nicht als Anwalt tätig. Möglich, dass er ohne ihn auch nicht GPK-Präsident geworden wäre. Entsprechend gross ist Janiaks Rolle in der beruflichen Laufbahn von Wartburgs.
Noch nicht ganz begrabene Träume
Im Fürobebier-Podcast spricht Christian von Wartburg über «latent aggressivere Polizeieinsätze bei Demonstrationen», die Wichtigkeit der Leidenschaft in allen Lebensbereichen, seine Werte und seine liebste Feriendestination.
Und: über UKW-Radios. Dass dieses in seinem Auto nämlich nicht mehr funktioniert, weil die SRG ihre UKW-Sender bereits 2024 abgestellt hat, bringt ihn auf die Palme. Würde es noch funktionieren, würde «Guschti», wie ihn Kolleginnen und Freunde nennen, bevorzugt italienische Musik hören.
2023 kandidierte von Wartburg für einen Nationalratssitz und erhielt 10’800 Stimmen, was nicht für die Wahl in die grosse Kammer reichte. Wie steht es denn eigentlich heute um den Traum des Einzugs in den Nationalrat? «Ganz absolut begraben habe ich ihn noch nicht. Aber ich bin natürlich Realist.» Mehr dazu im Fürobebier-Podcast mit Christian von Wartburg.
Der Fürobebier-Podcast wird präsentiert von der Biermanufaktur Birtel Bier auf dem Dreispitz.
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