1'000er-Regel stellt FCB vor «existenzielle Herausforderung»
Das erneute Grossveranstaltungs-Verbot trifft Rotblau hart. CEO Roland Heri äussert sich auf der Club-Webseite zu den Folgen.

Genau 17 Tage ist es her, als der FCB nach Monaten wieder mehr als tausend Zuschauer im Joggeli empfangen durfte. Rund 10'000 Fans verfolgten die Partie gegen den FC Luzern am 4. Oktober live im Stadion mit.
Nun ist nach nur einer Partie bereits wieder Schluss mit grossen Publikumsmengen: Wie das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt am Mittwoch mitteilte, wird die Anzahl Personen an Events per sofort wieder auf maximal 1'000 Personen begrenzt (Prime News berichtete).
Für den FCB ein erneuter Schlag: «Der heutige Entscheid ist ein Stich ins Herz aller Fussball- und Sportfreunde, er trifft uns sehr hart», wird CEO Roland Heri am Mittwochnachmittag auf der Club-Webseite zitiert.
Nicht nur in Bezug auf die Reduktion der Zuschauerkapazität, sondern auch aufgrund der Anstrengungen, die zur Erstellung des aktuellen Schutzkonzeptes notwendig waren, seien die neuerlichen Regelungen bedauerlich.
«Gravierender Entscheid»
Am härtesten trifft den FCB die 1’000-Personen-Begrenzung aber in finanzieller Hinsicht. «Dieser Entscheid ist für den FC Basel gravierend und stellt den Club vor existenzielle Herausforderungen», so Heri.
Die Perspektive, bis Ende 2020 praktisch ohne Zuschauer spielen zu müssen und damit «vor allem im Catering und Merchandising nicht von den einträglichen Spieltagen profitieren zu können», treffe den Club hart.
Seit Monaten arbeite der FCB an alternativen Lösungsanzätzen mit, beispielsweise in Form von Bundeskrediten zu Gunsten des Schweizer Sports. «Gleichzeitig denke ich, dass die Frage gestellt werden darf, inwiefern der FC Basel – als eindeutiges Kulturgut dieser Stadt – seitens der Politik als förderungs- und unterstützungswürdig erklärt werden könnte», fügt Heri an.
Was die Fans anbelangt werde nun wieder auf einen Verlosungsprozess umgestellt. «Erneut müssen wir das grosse Wort Solidarität bemühen, denn darauf ist der FCB nach der jüngsten Entwicklung mehr denn je angewiesen.» Weitere Informationen zu den Tickets würden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Fokus auf sportlichem Wettbewerb
Dieser Tage hätte der FCB zudem die 10'000 FCB-Fans, die sich dazu entschieden haben, eine Halbjahreskarte zu kaufen, kontaktiert und «sie darum gebeten, die reservierten Halbjahreskarten definitiv zu buchen und zu bezahlen.» Aufgrund der Unsicherheiten würden sie jedoch vorerst auf diese Aufforderung verzichten.
Trotz allem wolle sich der FCB weiterhin auf den sportlichen Wettbewerb konzentrieren und ihn «fair und sicher fortführen», betont Heri.
Was die Generalversammlung, die auf den 9. November angelegt ist, anbelangt, werde derweil zu einem späteren Zeitpunkt informiert. Klar ist, dass sie nicht in gewohntem Rahmen stattfinden kann.
Letztlich stellt Heri aber klar: «Nichtsdestotrotz steht auch für den FC Basel 1893 letztlich der Schutz und die Gesundheit der Menschen über allem und wir müssen nun aus den wiederum neuen Gegebenheiten das Beste machen.» (red.)
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