29.03.2021 News aus der Region

FCB-Show­down: Degen zieht Burge­ner vor Gericht

Da der Ex-Spieler juris­tische Schrit­te gegen den Verwaltungs­rat eingeleitet hat, wird die Verhand­lung über die Vereins-Zu­kunft vertagt.

Präsident Bernhard Burgener wird von David Degen vor Gericht gezogen. Bild: FC Basel 1893

Der Machtkampf zwischen David Degen und FCB-Clubchef Bernhard Burgener hat eine neue Wende genommen. Entgegen aller Erwartungen wurde heute Montagnachmittag keine Entscheidung über die Zukunft des Clubs getroffen.

David Degen hatte im Vorfeld der Verwaltungsratssitzung der FC Basel Holding mit einem auf den sozialen Medien veröffentlichten Brief an Bernhard Burgener sowie durch ein juristisches Gutachten Druck aufgebaut.

Ausserdem hatte das Team um Degen heute bereits kurz vor 17 Uhr eine Medienmitteilung kursieren lassen, die die Übernahme durch den Ex-Fussballer bereits als entschiedene Sache darstellte. 

Degens Power­play scheitert vorerst

Stand heute scheint das Powerplay von Degens Seite nicht aufgegangen zu sein. Die Medienstelle des FC Basels meldet sich mit einem Communiqué, das dessen Darstellung der Dinge widerspricht.

«Entgegen der Medienmitteilung von David Degen erfolgte keine Aktienübertragung von Bernhard Burgener an David Degen», hält Pressechef Simon Walter fest.

Vielmehr habe dieser eine Sitzung des Verwaltungsrats verhindert. Laut Darstellung des FC Basel habe Degen am Zivilgericht Basel-Stadt eine superprovisorische Massnahme erwirkt. Diese verbiete es dem FCB-Verwaltungsrat, eine Aktienübertragung vorzunehmen. 

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Diese gerichtliche Verfügung wiederum habe «die Handlungsfähigkeit des Verwaltungsrates eingeschränkt, so dass die heutige Verwaltungsratssitzung nicht wie geplant abgehalten wurde.»

Weder der Verwaltungsrat noch Bernhard Burgener seien vor dem Erlass dieser Verfügung persönlich angehört worden. So steht weiterhin in den Sternen, ob David Degen sein Vorverkaufsrecht geltend machen kann. 

Aus diesem Grund stehen nun alle Zeichen auf Rechtsstreit: «Das Zivilgericht Basel-Stadt hat angekündigt, zu einer Verhandlung mit den Parteien vorzuladen», lässt der FCB via Medienmitteilung wissen. (lt)

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