Verfahren gegen Basler Banker Guy Lachappelle eingestellt
Dem zurückgetretenen Verwaltungsratspräsidenten von Raiffeisen Schweiz wurden Wirtschafts- und Börsendelikte vorgeworfen. Diese Anschuldigungen erwiesen sich nun als «haltlos».

Unter Tränen verkündete der ehemalige BKB-Chef Guy Lachappelle im Sommer vor den Medien seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident von Raiffeisen Schweiz. Grund dafür war ein privater Konflikt mit einer Frau, mit der er im Jahr 2017 eine Beziehung hatte. Diese warf ihm in zwei Strafanzeigen unter anderem die Weitergabe vertraulicher Geschäftsinformationen vor.
Diese Vorwürfe haben sich nun als strafrechtlich nicht relevant erwiesen. So teilt sein Anwalt Jascha Schneider-Marfels am Dienstag mit, dass die Wirtschaftsabteilung der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt heute das Verfahren gegen seinen Mandanten wegen angeblicher Wirtschafts- und Börsendelikte eingestellt habe.
Bereits an der Medienkonferenz im Juli – an der sich Lachappelle für sein Verhalten entschuldigte – stellte der Banker klar, dass er davon ausgehe, dass das Vorgehen nicht strafrechtlich relevant sei. Damit sollte er offenbar Recht behalten.
«Schwierige und emotional anspruchsvolle Zeit»
Sämtliche Anschuldigungen hätten sich als «haltlos» erwiesen. Die Verfahrenskosten trage der Staat. «Nach einer für mich und meine Familie sehr schwierigen und emotional anspruchsvollen Zeit bin ich über die Einstellung des Strafverfahrens erleichtert und auch dankbar», wird Lachappelle in der Medienmitteilung zitiert.
In seiner Stellungnahme verweist er nochmals darauf, dass er seinen Rücktritt «als aufrichtige Pflicht angesehen habe, meine Familie zu schützen und einen möglichen Reputationsschaden der Unternehmen, für die ich tätig sein durfte, gering zu halten.»
Um seiner Frau und den Kindern nun die nötige Ruhe zu gewähren, werde er sich nicht weiter zum Einstellungsbeschluss äussern, heisst es in der Medienmitteilung weiter. (ms)
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