Grosser Rat sagt Nein zum Nachtzug nach Malmö
Die Idee einer direkten Nachtzugverbindung zwischen Basel und Malmö ist vorerst Geschichte. Der Grosse Rat hat am Mittwoch eine Beteiligung an der Finanzierung abgelehnt.

Das Budgetpostulat scheiterte mit 55 Nein- zu 40 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen. Noch im November hatte sich das Parlament grundsätzlich für die neue Verbindung ausgesprochen (Prime News berichtete) und den Bund aufgefordert, die nötigen Subventionen bereitzustellen. Doch das Bundesparlament verzichtete nicht nur auf eine Finanzierung der Linie Basel–Malmö, sondern strich die Förderung internationaler Nachtzüge insgesamt. Damit stand das Projekt, das im April 2026 hätte starten sollen, vor dem Aus.
Mit dem Budgetpostulat wollte Patricia Bernasconi (BastA) den Kanton in die Pflicht nehmen. Der Nachtzug sei eine «klimafreundliche Alternative zum Flugverkehr» und für Basel als internationaler Verkehrsknotenpunkt «von besonderem Nutzen», argumentierte sie.
Die bürgerliche Ratsmehrheit sprach sich jedoch gegen eine kantonale Lösung aus. FDP-Grossrat Daniel Seiler bezeichnete das Projekt als «Symbolpolitik ohne ausgewiesenen Bedarf» und verwies auf die ablehnende Haltung von Bund, Parlament und SBB.
Auch wenn Vertreter der Grünen auf die klimapolitische Verantwortung Basels verwiesen, fanden sie keine Mehrheit. Mit dem Entscheid des Grossen Rats ist die Unterstützung des Nachtzugs nach Malmö vom Tisch. (mei)
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