Umstrittener Palästina-Event in Turnhalle: Absage
Am Sonntag hätte der Event «Fight against Genocide» in der Dreirosen-Turnhalle stattfinden sollen. Nun hat das Erziehungsdepartement die Vermietung zurückgezogen.

Dass der Anlass in einer kantonalen Turnhalle stattfinden sollte, hat in breiten Kreisen Empörung ausgelöst. Am kommenden Sonntag, ab 9.30 Uhr, sollte unter dem Titel «Fight against Genocide» ein Event in der Dreirosen-Turnhalle abgehalten werden (Prime News berichtete).
Den Anlass promotet hatte unter anderen die Palästina-Aktivisten-Gruppe «basel4palestine». Diese veranstaltet seit Dezember 2023 in intensiver Frequenz Demos und Mahnwachen. Programm: Pro Palästina, gegen «Zion» oder «Zionismus».
Damit werde in einer kantonalen Infrastruktur ein einseitiges und «hoch problematisches» Narrativ verbreitet, schrieb etwa SVP-Präsident Pascal Messerli. «Der Vorwurf eines ‹Genozids› gegenüber Israel ist nicht nur politisch aufgeladen, sondern wird international gezielt zur Delegitimierung des jüdischen Staates eingesetzt.»
Solche Begriffe seien geeignet, antisemitische Ressentiments zu schüren. In einem Vorstoss forderte er Aufklärung, wie es zu der Bewilligung kommen konnte. Das Sportamt hatte die Halle als «Sport- und Familienevent» vermietet.
Erziehungsdepartement macht Rückzieher
Heute Freitagmorgen teilt das Erziehungsdepartement auf Anfrage von Prime News die Neuigkeit mit: Die Vermietung der Turnhalle Dreirosen für kommenden Sonntag, 29. März, wird zurückgezogen. Man habe das Mietgesuch noch einmal sorgfältig geprüft.
Der Entscheid wird begründet mit «unvollständigen Angaben zum Veranstaltungszweck» im Gesuchsformular. Präzisierend heisst es: «Auf der Website des Veranstalters wurde ein «Fundraiser event for humanitarian aid in Palestine» unter dem Titel «Fight Against Genocide» beworben.»
Auf dem Programm hätte ein «Stage Combat» (Bühnenkampf) gestanden, ferner ein Kurs in «Dabke» (traditioneller levantinischer Reihentanz) und eine Diskussion über zivilen Widerstand im «frühen Deutschland und in aktuellen Zeiten».
Prime News hat im Vorfeld zur Absage «Basel4Palestine» um weitere Angaben gebeten. Die Anfrage blieb unbeantwortet. Ein weiterer Veranstalter meldete sich und bot ein Interview an, sofern Prime News seine Zeit mit einer Spende an eine Organisation entschädige. Dazu war die Redaktion nicht bereit. (cb)
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