Nordwestschweizer Regierungen pochen auf Realisierung der Durchmesserlinie
Die Exekutiven der fünf Kantone haben in Solothurn Forderungen nach Bern verabschiedet.
Die Regierungen der Nordwestschweizer Kantone haben sich in Solothurn getroffen. Ausgehandelt haben die Exekutiven des Kantons Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura und Solothurn dabei ihre Positionen zu den Infrastrukturausbauten der Bahn im Rahmen des Bundesprogramms «Verkehr 45».
Aus Sicht der Region Basel stellen die fünf Regierungen dabei die Forderung auf, dass die Durchmesserlinie Basel «unverzüglich anzugehen» sei. Eine erste Etappe dieser Verbindung zwischen dem Basler Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof, so heisst es in einer Mitteilung, müsse es unbedingt in die Botschaft 2031 des Bundesrats schaffen. Nur so kann eine zügige Umsetzung erfolgen.
Die Durchmesserlinie wird in dem Communiqué «das Rückgrat der trinationalen S-Bahn» genannt. Sie würde die verschiedenen Teile der Agglomeration miteinander vernetzen und «direkte und kürzere Zugverbindungen über die Landesgrenzen hinaus» ermöglichen. Das sei, so die Regierungen, «eine Alternative zu den heute überlasteten Strassen».
Haltestellen weiter vorantreiben
Sämtliche Verkehrsteilnehmer in der Agglomeration Basel würden von der Durchmesserlinie profitieren, ebenso der internationale und nationale Fern- und Güterverkehr, da Schienenkapazitäten frei würden. Die Verbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof spiele laut Communiqué «eine Schlüsselrolle für die Weiterentwicklung des Bahnknotens Basel und auch für das Schweizer Bahnnetz».
Bedeutend für die Region Basel ist auch die Forderung der Regierungen, wonach die bereits von den eidgenössischen Räten beschlossenen Haltestellen Dornach Apfelsee und Basel Neuallschwil weiter zu projektieren und deren Realisierung voranzutreiben sei.
Weitere Forderungen betreffen die Weiterenwicklung der sogenannten Mitellandachse zwischen Olten, Aarau und Zürich oder den Ausbau des Bahnknotens Olten. Daneben richten die fünf Exekutiven auch Forderungen bezüglich des Vorgehens des Bundes nach Bern.
Der Kanton Basel-Stadt stimmt am 14. Juni über ein Referendum zur Finanzierung weiterer Planungsarbeiten für die Durchmesserlinie ab. Hören Sie dazu das «Kreuzverhör» mit der baselstädtischen Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller. (mar)
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