Primeo Energie senkt seine Strompreise
Während die Strompreise in Basel 2027 leicht steigen, geht es bei Primeo Energie in die andere Richtung. Der Energieversorger senkt seine Tarife im kommenden Jahr im Schnitt um zwei Prozent.

Die grundversorgten Kundinnen und Kunden von Primeo Energie bezahlen 2027 durchschnittlich rund zwei Prozent weniger für ihren Strom als im laufenden Jahr. Es handelt sich bereits um die dritte Preissenkung in Folge, wie Primeo Energie am Freitag mitteilt.
Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4'500 Kilowattstunden bedeutet dies laut Primeo Energie eine Einsparung von rund 30 Franken pro Jahr. Ein Gewerbebetrieb mit einem Verbrauch von 30'000 Kilowattstunden soll rund 200 Franken weniger bezahlen.
Damit entwickelt sich der Strompreis im Primeo-Versorgungsgebiet anders als in Basel-Stadt. Die IWB hatten erst am Mittwoch angekündigt, dass der Strom für Basler Haushalte 2027 leicht teurer wird. Ein durchschnittlicher Haushalt bezahlt dort künftig rund 22 Franken mehr pro Jahr (Prime News berichtete).
Tiefere Kosten für die Strombeschaffung
Als Grund für die Preissenkung nennt Primeo Energie unter anderem tiefere Kosten bei der Energiebeschaffung. Das Unternehmen setzt dabei gemäss eigenen Angaben auf Strom aus eigener Produktion, langfristige Bezugsverträge sowie Einkäufe am Markt.
Bei den Netzkosten ist die Entwicklung laut Primeo Energie weniger eindeutig. Während einzelne Faktoren die Tarife erhöhen, sinken andere Kosten. So reduziert sich etwa die Swissgrid-Komponente für Systemdienstleistungen von 0,27 auf 0,19 Rappen pro Kilowattstunde. Auch die Bundesabgaben gehen leicht zurück.
Zur Entlastung trägt gemäss Primeo Energie ausserdem die Erweiterung des Netzgebiets bei. Per Anfang 2027 verpachtet die Aare Versorgungs AG (AVAG) ihr Stromnetz in der Region Olten an Primeo Energie. Die Tarife der beiden bisherigen Netzgebiete werden dadurch vereinheitlicht. Primeo Energie erwartet durch die gemeinsame Struktur Synergien und tiefere Kosten.
Dynamischer Tarif soll zusätzliches Sparen ermöglichen
Ausgebaut wird zudem der dynamische Stromtarif. Beim neuen Angebot «Primeo Dynamisch» richten sich die Energiepreise nach dem Spotmarkt. Wer grössere Strombezüge gezielt in günstigere Tageszeiten verschieben kann, soll dadurch zusätzlich sparen können.
Gedacht ist das Modell laut Primeo Energie insbesondere für Haushalte mit Elektroautos, Wärmepumpen oder Batteriespeichern. Voraussetzung ist ein Energiemanagementsystem, das den Strombezug automatisch steuert.
Bei einem Haushalt mit einem Verbrauch von 4'500 Kilowattstunden und zusätzlichen 3'000 Kilowattstunden für ein Elektroauto seien Einsparungen von bis zu 25 Prozent beziehungsweise 500 Franken pro Jahr möglich, rechnet Primeo Energie vor. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt unter anderem vom Verbrauch und davon ab, wann der Strom bezogen wird. (ila)
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