22.08.2018 Event 4 minMinuten Lesedauer

Lausen feiert sich und den Zusammen­halt im Dorf

Ein gigantisches Dorffest versetzt die Oberbaselbieter Gemeinde von Freitag bis Sonntag in den Ausnahmezustand.

Bald geht es los: Noch sind hunderte von freiwilligen Helfern mit den Aufbauarbeiten beschäftigt. Am Wochenende steigt dann in Lausen das grosse Dorffest. Bild: Daniel Aenishänslin

«Ein absolutes Highlight wird unser Lunapark sein», rührt Jürg Roth die Werbetrommel, «mit einer Höhe von 34 Metern ist unser Riesenrad das grösste der Schweiz.» Roth ist OK-Präsident des Lausner Dorffests. Eine richtig grosse Kiste, die von Freitag bis Sonntag unter dem Motto «Ein Dorf. Ein Fest» zelebriert wird. Es ist Lausens viertes Dorffest nach 1972, 1980 und 1998. 

Roth und sein Team ziehen alle Register. Den Lunapark ergänzen 32 Beizli in «heimeliger Dorfatmosphäre», meist von ortsansässigen Vereinen geführt. «Es gibt fast überall etwas anderes zu essen», sagt Jürg Roth und verweist auf die kulinarische Vielfalt am Dorffest: Feuerwehr und Schützenverein offerieren Braten sowie Chili con Carne, der Fischerverein serviert Fischknusperli, die Jagdgesellschaft Wildwürste und die AC Rossoneri repräsentiert die italienische Küche. «Irrsinnig, wie die Vereine sich präsentieren und organisieren», schwärmt Roth.

Ein Bikepark und ein Gottesdienst

Abgerundet wird das Lausner Dorffest von einem Bikepark (Pumptrack), den das Baselbieter Sportamt betreibt, einer Marktmeile, einem Partyzelt, einem Erlebnisland für Kinder sowie einer Eventbühne auf dem Schulhausplatz. Darauf wird viel einheimisches Schaffen gezeigt werden. Am Sonntagmorgen findet hier ein ökumenischer Festgottesdienst statt, ehe die «Steppin Stompers» feurig heissen Dixie zum Besten geben.

Peter Aerni, Gemeindepräsident und Vizepräsident des Organisationskomitees, sagt: «Wir bieten in vielen Beizen Unterhaltung.» Von der Partyband über die Schlagerband, volkstümlichen Gruppen bis hin zur Countryband sei alles dabei. Der Dorffestpass und damit der Eintritt kostet 10 Franken. Gültig ist er für alle drei Tage. Besucher bis 16 Jahre sowie Rollstuhlfahrer profitieren von freiem Eintritt.

OK-Präsident Jürg Roth freut sich auf die grosse Sause. Im Lausener Dorfzentrum wird sich Beiz an Beiz reihen. Eine davon wurde gar dem Opernhaus in Sidney nachempfunden. Bild: Daniel Aenishänslin

«Wir verfügen über 2500 Parkplätze, empfehlen aber dringend, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen», betont Jürg Roth. Der Individualverkehr wird sowohl aus Richtung Liestal als auch aus Richtung Sissach eingewiesen. «Wir verfügen über eine perfekte Anbindung», sagt Roth.

Der Bahnhof ist nur einen kurzen Fussmarch vom Zentrum entfernt. Der Bus Nummer 78 von Liestal nach Lausen bringt die Leute gratis ans Fest. «Wir haben zusätzliche Busse für die Nacht-Anbindung, und auch der Halbstundentakt wird beibehalten», sagt Roth. Sogar der Veloweg verläuft praktisch entlang des Festgeländes. Beim Eingang befinden sich grosse Veloparkplätze.

1500 freiwillige Helfer leisten Zehntausende Einsatzstunden

«Wir erhielten wirklich gigantische Unterstützung von Sponsoren und aus der Bevölkerung», sagt der OK-Präsident. 250 000 Franken für die Fixkosten musste das OK im Vorfeld zusammentragen. Der Gewinn wird geteilt: Die eine Hälfte geht an die teilnehmenden Vereine, die andere dient zur Finanzierung des neu errichteten Spielplatzes neben dem Mühlematt-Schulhaus. Es handelt sich dabei um ein Schmuckstück. Eröffnet wird der Spielplatz am Samstag.

Während des Dorffestes leisten 1500 freiwillige Helferinnen und Helfer anstrengende 14'000 Einsatzstunden. Etwa ebenso viele sind jeweils zum Auf- und Abbau nötig. «Wir wollten ein Dorffest, das wir gemeinsam mit den Vereinen und den Einwohnern auf die Beine stellen», erklärt Gemeindepräsident Peter Aerni. «Das wirkt verbindend und führt zu einem guten Zusammenhalt im Dorf.»

Daniel Aenishänslin

Daniel Aenishänslin

freier Journalist

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